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TU Berlin

Inhalt des Dokuments

HealthyLiving – Strategie und Planungsinstrument für gesundheitsförderndes Wohnumfeldgrün in der Stadt der Zukunft

Teilprojekt Ökonomie:

Eine wohnungswirtschaftliche Analyse zur Integration von gesundheitsfördernden urbanem Grün an Standorten mit starker Nachverdichtung.

Ausgangslage:

Die anhaltende Urbanisierung lässt Städte und große Metropolen weiter anwachsen. Immer mehr Menschen wollen an den städtischen Infrastrukturen teilhaben und Teil der Vielfalt urbaner Lebensweisen sein. Neben Zentralität und Erreichbarkeit als primäre Treiber der städtischer Strukturen sind auch umgebende Freiräume und das visuelle Grün als Ausgleichstrukturen für die bauliche und soziale Dichte im Sinne einer Identifikation der Bewohner mit Ihrem Wohnumfeld, einer hohen Wohnqualität und dem Status einer gesunden Lebensweise von größter Wichtigkeit.

Der anhaltende Zuzug in Ballungsräume hat eine hohe Verdichtung der Städte und Quartiere insbesondere durch neue Wohngebäude zur Folge. Auch politisch ist die Nachverdichtung der Städte gewollt. Durch die baulichen Interventionen gehen jedoch immer mehr kleinteilige Freiräume und Potenzialflächen verloren. Damit sinkt vermeintlich die Lebensqualität in den Städten. Positive Einflüsse dieser vielfältigen Freiräume auf die Gesundheit der Menschen und die Erlebbarkeit von urbanen Natruressourcen nehmen ab.

Den vielfältigen disziplinären Zugängen zu Gesundheitswirkungen städtischer Räume sowohl in der aktuellen natur- wie auch in den sozialwissenschaftlichen Forschungslandschaft soll mit diesem Projekt eine immobilienwirtschaftliche Perspektive auf das Thema hinzugefügt werden. Dabei soll den Fragen nachgegangen werden, wie Nachhaltigkeit, Gesundheit und hochwertige grüne Ausstattung stärker und effizienter in die gebaute/zu bauende Umwelt zu implementieren sind.

Ziele und Vorgehen:

Das Projekt schaut auf die Raumproduktion durch urbane Nachverdichtung aus der Sicht der anbietenden (Immobilien-)Markteilnehmer, insbesondere der Projektentwickler. 

Bisher ist unerforscht, welche Entscheidungen dezidiert Anbietende auf dem Immobilienmarkt veranlasst, gesunde Wohnprodukte anzubieten. Zwar gehören Wohnimmobilienprodukte mit guter Ausstattung, der Integration von Grün, Terrassen, hochwertig gestalteten Außenanlagen, etc. zu einem Segment mit höheren Erlösen in ausgeglichenen Marktsituationen. Wie können gesunde Lösungen aber in einer Situation des Wohnungsmarktes mit einem Nachfrageüberhang nach einfachen Wohnungen aussehen, wenn eine „gesunde Architektur“ zu vermeintlich höheren Kosten führt, ohne dass diese sofort refinanziert werden können.

Deshalb untersucht das Projekt die Plausibilisierung von Gesundheit, grüner Ausstattung und hochwertigen Freiräumen von Immobilien in unterschiedlichen Marktlagen und je nach Unternehmensprozess der anbietenden Unternehmen. Die aktuellen Entwicklungen und darauf einwirkende politische Zielsetzungen verlangen umso mehr die Betrachtung von unterschiedlichen Stakeholdern der Immobilienwirtschaft bei der Produktion von Grün und deren unterschiedliche Ziele und Anreizsysteme.

Zusammengefasst kann man sagen, dass wir untersuchen (1) wie ein Wohnprodukt geschaffen werden kann, welches die Ziele einer Gesundheitsförderung und eines lebenswerten Quartiers an einem spezifischen Standort erfüllt und trotzdem den Rahmenbedingungen und Anforderungen des Marktes entsprechen kann und (2) welche Vorteile Entwickler und Investoren im Sinne einer betrieblichen als auch gesellschaftlichen Nachhaltigkeit generieren.

 – TU Berlin, Fachgebiet Planungs- und Bauökonomie/
     Immobilienwirtschaft, Prof. Dr. Kristin Wellner, 

 – Promovierender Dipl.-Ing. Ben Gabriel



Wissenschaftlicher Beirat

PD Dr. Katharina Brichetti, TU Berlin 

Prof. Dr. med. Reinhard Busse, MPH FFPH, TU Berlin

Prof. Dr. Peter-Diedrich Hansen, TU Berlin

Dr.-Ing. Heinz-Josef Klimeczek, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (Abt. IX – Umweltpolitik)

Prof. Dr. Marcus Menzl, FH Lübeck

Prof. Dr. Jochen Rabe, TU Berlin

Prof. Dr. Peter Schwehr, HSLU Luzern/TU Berlin

Prof. Dr. rer. nat. Tanja C. Vollmer, TU Berlin/TU Delft

Mittelgeber

Das Projekt wird als Einzelpromotionsförderung /personengebundene Promotionsförderung durch die Fritz und Hildegard Berg-Stiftung im Deutschen Stifterzentrum finanziert.

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